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14. Juni 2008 / Zerbst Die neonazistische NPD marschiert am 14. Juni in Zerbst auf, um gegen den sachsen-anhaltinischen Innenminister Holger Hövelmann Stimmung zu machen. Von den angemeldeten 500 Teilnehmern kommen lediglich ein Drittel Sympathisanten nach Zerbst. Dem Motto nach beziehen sich die Neonazis auf den Aufstand in der DDR vom 17. Juni 1953. Den Verlautbarungen auf Internetseiten der NPD und anbderen rechtsextremer Gruppierungen zufolge ist aber eindeutig zu erkennen, dass allein Innenminister Holger Hövelmann, der in Zerbst wohnt und für engagiertes rechtsstaatliches Vorgehen gegen die rechtsextreme Szene verantwortlich zeichnet, eingeschüchtert werden soll. Im Vorfeld der Demonstration wurde diese seitens der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost beauflagt, unter Anderem sollte verunmöglicht werden, dass der Neonaziaufmarsch direkt am Wohnhaus Hövelmanns, einer sehr kleinen, abgelegenen Straße vorbeiziehen dürfe. Gegen diese und andere Auflagen gelang es jedoch seitens der NPD vor dem Oberverwaltungsgericht zu klagen.
Etwa 120 Neonazis, vorwiegend aus Sachsen-Anhalt, nehmen am Aufmarsch teil. Das Spektrum der Teilnehmer gestaltet sich, wie auch bei anderen Aufmärschen der jüngeren Vergangenheit, sehr breit, von NPD, deren Jugendorganisation, bishin zu Vertretern Freier Kameradschaftsstrukturen, die ihr Auftreten dem linken Autonomenmodestil anpassen und primär erlebnisorientierten und gewaltbereiten Aktionismus forcieren. In der Innenstadt veranstalten Zerbster Demokraten eine Protestveranstaltung gegen die NPD (mehr dazu hier...). Am Rande erstatten engagierte Bürger zwei Strafanzeigen wegen Hakenkreuzschmierereien und dem Anbringen von SS-Runen.
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